Titelbild Pfarrei Heilig Geist

Johanneshaus Steeden

Im Jahr 2008 feierte Steeden sein 750-jähriges Jubiläum, da die bisher vorliegende älteste urkundliche Erwähnung des Dorfes aus dem Jahr 1258 stammte. Neuere Forschungen ergaben eine Ersterwähnung allerdings bereits aus dem Jahr 821!

Der Ort entwickelte sich um die heutige Johanneskapelle, die erste Steedener Kirche, erstmals im Jahr 1290 urkundlich erwähnt. Geweiht wurde sie wohl schon um 1140 durch das Kloster St. Irminen in Trier. Sie gehörte damals zum Lubentiusstift in Dietkirchen. Die Kirche galt als vorgeschobener Posten des Klosters Prüm in der Eifel, von dem die Christianisierung des Lahngebiets ausgegangen war.

1553 führten die Grafen von Runkel die Reformation reformierter Prägung ein, wodurch die Steedener Einwohner bis heute überwiegend der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau angehören.

Die Vorfahren der meisten heute hier lebenden katholischen Einwohner kamen nach dem Zweiten Weltkrieg als Heimatvertriebene aus dem Sudetenland nach Steeden. Für Gebetsabende und Gemeindefeiern steht ihnen seit den 1960er Jahren ein eigenes Gemeindehaus, das „Johanneshaus“, an der Rosengartenstraße in Kerkerbach, zur Verfügung.